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Ich glaub’s. Glauben bekennen | Ich glaub’s. Glauben bekennen |
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Thorsten Riewesell (Hrsg.)Ich glaub’s. Glauben bekennen Edition Endeavour 80 Seiten Born-Verlag Kassel 2005 6,90 EUR ISBN 3-87092-374-1 Konfirmanden sprechen es jeden Sonntag: das apostolische Glaubensbekenntnis. Natürlich besteht die Gefahr, dass Worte gemurmelt werden ohne jemals reflektiert und verstanden zu werden. Da macht es Sinn, dieses Bekenntnis in der Jugendarbeit aufzugreifen und sich seine Bedeutung einmal auf der Zunge zergehen lassen. Doch auch für freikirchliche Jugendliche, denen diese alte Zusammenfassung des Glaubens ungewohnt oder gar unbekannt ist, kann die Beschäftigung damit gewinnbringend sein. Thorsten Riewesell teilt den altkirchlichen Text in sieben „Steps“ (Kapitel). Dabei bilden der Vater, der Sohn und der Heilige Geist die Grundlage. Es folgen die im dritten Teil des Apostolikum zusammengefassten Punkte: Gemeinde, Vergebung, Auferstehung und ewiges Leben. Wie von der „Edition Endeavour“ gewohnt, gibt es zu jedem Kapitel nicht nur einen Bibeltext und entsprechende erklärende Gedanken sondern auch kreative Anregungen, wie man eine Gruppenstunde zu diesem Thema gestalten kann. Außerdem findet sich am Ende noch weiteres „Bonusmaterial“: Aphorismen, Kurzgeschichten, Theaterstücke. Auf den letzten Seiten werden schließlich noch Hürden beschrieben, die Christen am Bekennen ihres Glaubens gegenüber Freunden hindern. Zwei Ungereimtheiten fallen jedoch auf: Sowohl bei Gott dem Vater, als auch bei Jesus Christus wird die vorgeschlagene Interpretation der Intention des Bekenntnisses nicht gerecht. Gott wird am Beispiel des Gleichnisses vom verlorenen Sohn als liebender Vater für uns Menschen dargestellt. Das Apostolikum legt den Schwerpunkt dagegen auf Gott als den Vater innerhalb der Dreieinigkeit. Er wird ja im Folgenden näher bestimmt als der „Allmächtige, Schöpfer des Himmels und der Erde“. Im Abschnitt zu Jesus dem Sohn Gottes wird m.E. zu schnell zur „neuen Weltordnung“ übergegangen, die Jesus gelehrt hat. Damit ist das Heft des Handelns bei uns Menschen. Die Charakteristika, mit denen das Leben und Sterben Jesu beschrieben wird, bleiben dagegen weitgehend unbeachtet. Hilfreich ist aber die Anregung, die Jugendlichen bei diesem „Step“ zu einer Entscheidung für Jesus herauszufordern. Erfreulich ist auch, dass sich ein ganzes Kapitel dem „ewigen Leben“ widmet, ein Glaubensinhalt, der in der Jugendarbeit oftmals als schwer vermittelbar gilt. Alles in allem eine gute Hilfe, um die wesentlichen Kernpunkte des christlichen Glaubens an Hand des Glaubensbekenntnisses zu thematisieren. Andreas Schmidt, Leipzig |